Besuch des 9. Symposiums für Tauchmedizin der Arbeitsgruppe Tauchmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover

24. November 2013 1 Kommentar

Heute gibt es den ersten Gastartikel hier auf dem Blog: Fabian war Ende Oktober auf dem 9. Symposium für Tauchmedizin und hat dazu einen tollen Bericht verfasst!

Am 26.10. fand das 9. Symposium der Arbeitsgruppe Tauchmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) statt. Genutzt wurden die Räumlichkeiten des Lehrbetriebes der Hochschule und so konnten wir ab 09:00h in einem großen und erstaunlich komfortablen Hörsaal Platz nehmen.
Moderiert wurde die Veranstaltung vom Leiter der Arbeitsgruppe, Priv.-Doz. Dr. Björn Jüttner, der später sich auch noch an einem Vortrag beteiligte und einen Workshop leitete. Im letzten Jahr waren noch weit über 250 Gäste zugegen, in diesem Jahr gab es ca. 180 Voranmeldungen und sicher noch einige Tagesgäste, so dass die Zahl des letzten Jahres vielleicht wieder erreicht wurde.

Der Tag war in zwei Teile geteilt, in der ersten Hälfte von 09:15h bis 15:30h wurden zu verschiedenen Themen Vorträge gehalten, ab 15:30h hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, ihr Wissen in neun verschiedenen Workshops zu vertiefen. Ziel der Veranstaltung war, sowohl Tauchmedizinern als auch interessierten Tauchern zu verschiedenen Aspekten der Tauchmedizin Informationen und Updates zu laufenden Forschungsvorhaben zu liefern. Das Ergebnis vorweg: dieses Ziel wurde aus unserer Sicht mal wieder voll erreicht und es waren gut investierte Stunden.

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Kategorien:Allgemein

GUE Tec 1 – Sechster und letzter Kurstag

2. Februar 2013 Hinterlasse einen Kommentar
Flaschen und Equipment für 2 Taucher für 2 Tauchgänge

Flaschen und Equipment für 2 Taucher für 2 Tauchgänge

Der letzte Kurstag sollte noch einmal ereignisreich und spannend werden. Wir trafen uns bereits um 08:00 Uhr an der Basis um die Autos zu beladen. Wir wollten heute den Hafen wechseln um unnötige Zeit auf dem Boot zu vermeiden, da die angestrebten Wracks etwas weiter entfernt lagen. Für 2 Tauchgänge mit jeweils D12 und einer 80er Stageflasche, war das Auto dann doch auch schon gut gefüllt.

Von der Basis aus fuhren wir dann knapp 45 Minuten bis zum Hafen von Plomin. Dort wartete schon die Crew und das Boot auf uns.

Die Umgebung war sehr beeindruckend. Der Hafen lag in einem Tal und war komplett von Nebel eingeschlossen. Man konnte nur erahnen, was sich im Umfeld so alles befinden musste.

Nachdem das Boot beladen war und wir uns in die Trockis geschält hatten, ging es auch schon los.

Das erste Ziel war die Lina – ein Frachter, der mit dem Festland kollidiert ist, und direkt in Landnähe dann auch sank.

Tauchgang 1 – Lina

Nach dem Sprung ins Wasser schwammen wir geschlossen zur Shotline, nickten uns kurz ab und schon ging es in die Tiefe. Beeindruckend hier war, dass die Lina, schräg am Hang liegt. Ihr flachster Punkt ist der Bug, der in 25m beginnt – dort war auch die Shotline befestigt.

Von dort tauchten wir dann auf unsere angestrebte Tiefe von 45m ab. Das Wrack war wirklich super! Die Holzbeplankung der einzelnen Decks ist fast vollständig verschwunden. Das heißt man kann sehr schön in das Innere des Wracks schauen, und unter den Stahlverstrebungen hertauchen.

Auf 45m haben wir uns dann das Wrack ausgiebig betrachtet und sind dann entlang der Aufbauten wieder Richtung Bug getaucht.  Rich hat uns dabei noch einzelne Details, wie die Buchstaben der Reederei auf dem Kamin gezeigt. Ein absolut tolles Wrack.

Nach 30 min waren wir dann wieder an der Shotline und haben unseren Aufstieg begonnen.

Bereits beim Abtauchen habe ich bemerkt, dass mein linker Arm etwas nass wurde. Allerdings jetzt nicht stark. Allerdings hat sich das beim Aufstieg dann doch verschlimmert. Ich konnte richtig fühlen wie mir das Wasser aus dem Arm über die Brust und Bauch in Richtung Beine geflossen ist. Und auf dem 6m Stopp wurde es dann doch schon etwas frisch.

Daher war ich auch froh, als wir die 30 min Deko abgesessen hatten und wieder an der Oberfläche waren. Auf dem Boot sind wir dann direkt wieder mit einem heißen Tee versorgt worden und die Fahrt zurück zum Hafen begann. Mittlerweile hatte sich der Nebel auch verzogen und wir hatten für November Bilderbuchwetter.

Am Hafen hat sich dann das ganze Ausmaß meiner Flutung gezeigt. Der komplette Anzug war voll. Beim Anheben der Armmanschetten kam schon ein Sturzbach aus den Armen! Das war das erste Mal, dass ich voll gelaufen bin … und dann gerade beim Tec 1  … unmöglich!

Mittagspause und Tauchgang 2

Zur Mittagspause sind wir dann in ein nahegelegenes Restaurant eingekehrt. Hier gab es ein typisches, sehr leckeres kroatisches Mittagessen mit Fisch, Fleisch, Pommes und Salat. Im Anschluss besprachen wir noch die Theorieprüfung, die wir beide bestanden hatten 🙂

Die anderen 3 haben sich im Anschluss für den zweiten Tauchgang bereit gemacht. Da mein Unterzieher mehr einem nassen Sack ähnelte und ich nicht lokalisieren konnte, wie das Wasser in den Anzug kam, habe ich auf den zweiten Tauchgang verzichtet.

Dafür hatte ich dann die Gelegenheit, Mikes GoPro bei der Fahrt ein bisschen auszuprobieren und von den anderen ein paar Bilder bei der Vorbereitung zu schießen.

Am Tauchplatz der Vis lag bereits ein zweites Tauchboot, sodass ich während der „Pause“ auch etwas zu gucken hatte!

Grillen und Fazit

Abschlussgrillen bei Maurizio

Abschlussgrillen bei Maurizio

Abends wurden wir dann noch von Maurizio, dem Besitzer der Tauchbasis, zum Essen eingeladen. Es wurde kroatisch gegrillt… und wie! Ich glaube, ich habe alleine an diesem Abend 2 kg zugenommen. Es gab von scharfer Wurst und Käse, über eine Probe von 5 verschiedenen Olivenölen und Grillwürstchen, Rindersteaks, die fast zu groß waren für die Teller! Wahnsinn!

Ziemlich überfressen ging es dann ins Bett!

Fazit: Alles in allem war die Woche super lehrreich! Der Kurs war didaktisch super aufgebaut, und Richard Walker ist wirklich ein klasse Ausbilder!

Meine größten Bedenken vor dem Kurs waren die Aufstiege im Freiwasser und das Rumhängen auf den Dekostufen. Mit ein paar Tipps und Hinweisen von Rich hat das aber alles ohne Probleme geklappt, und das Komfortlevel hat sich wieder stark nach oben verbessert.

Wenn Ihr Euch mit dem GUE-System anfreunden könnt, und Euch im Bereich des technischen Tauchens fortbilden möchtet, dann kann ich Euch den Kurs nur ans Herz legen!

Die Woche war zwar wirklich anstrengend, aber hat auch sehr viel Spaß gemacht!

Kategorien:Kursbericht

GUE Tec 1 – Fünfter Kurstag

2. Februar 2013 Hinterlasse einen Kommentar
Equipment ist bereit zum Tauchen

Equipment ist bereit zum Tauchen

Und schon sind wir beim vorletzten Tag des Kurses. Immer wieder sehr erstaunlich wie schnell doch die Zeit verfliegt! Nach unseren ersten Trimix-Tauchgängen gestern, hat uns Rich für den heutigen Tag angekündigt, dass wir unser Augenmerk auf rescue skills legen werden. Sprich Übungen für den Notfall.

Allerdings begann der Tag erst einmal mit einem kurzen Schock: Rich klopfte kurz nach 9 bei uns an der Tür und meinte nur „Guys we have a problem“ – Jungs wir haben ein Problem. Nach einem kurzen „Ui, was kommt jetzt“-Gedanken meinte er dann aber schmunzelnd: „I have the slowest coffee machine on earth“. Beginn war dann um 09:15 Uhr 🙂

Wir besprachen noch die letzten offenen Themen der Theorie und verabredeten uns dann nach einer Stunde Mittagspause an der Tauchbasis.

Rescue Skills

Dort haben wir dann wieder unser Equipment in die Autos verladen und sind die 200m zum Basis-eigenen Strand gefahren. Vor Ort bekamen wir ein kurzes Briefing über die Übung „unconscious diver“ – das bedeutet, dass man bei der Übung einen unter Wasser bewusstlosen Taucher entweder in der Horizontalen transportieren muss, oder mit ihm/ ihr einen Aufstieg durchführen muss.

Kurz beschrieben: Man taucht den bewusstlosen Taucher an, leert dessen Trockentauchanzug so gut es geht und öffnet das Auslassventil des Trockis komplett. Anschließend legt man sich auf die D12 des Tauchers, überstreckt mit der rechten Hand den Kopf und fixiert den Atemregler. Mit der linken Hand bedient man den Inflator des Tauchers.

Und dann hieß es langsam, aber kontinuierlich auftauchen. Die ersten Meter waren noch in Ordnung, aber ab ca. 4m beschleunigte sich das Ganze dann doch etwas 🙂

Wir haben den Aufstieg aus 9m zur Oberfläche ca. 10-12 Mal durchgeführt. Am Ende hatten wir dann beide den Dreh raus und konnten unseren bewusstlosen Taucher sicher und einigermaßen zügig an die Oberfläche bringen.

Am Strand bekamen wir dann noch eine Einführung, wie man einen Taucher am Besten aus der Bebänderung befreien kann. Allerdings ohne den Einsatz des Messers … was im Ernstfall wohl doch die leichtere Lösung ist.

Prüfung und Abendessen

Anschließend fuhren wir wieder zurück zur Basis und versorgten unsere Ausrüstung.

Für den Abend hat uns Rich dann noch die Prüfungsbögen ausgeteilt mit der Bitte diese auszufüllen.

Zum Abendessen sind wir wieder ins Luna gefahren und haben es uns dort wieder schmecken lassen. Falls ich das Restaurant noch nicht empfohlen habe, dann tue ich es hiermit!

Kategorien:Uncategorized

GUE Tec 1 – Vierter Kurstag

30. Dezember 2012 2 Kommentare
Der Hafen von Krnica

Der Hafen von Krnica

Nach dem allmorgendlichen, ausgiebigen Müsli-Frühstück trafen wir uns bereits um 08:00 Uhr an der Tauchbasis. Wir analysierten unsere Gase (jeder 2x D12 (Trimix 21/35 und Trimix 18/45) und 2x 80cuft Stage (EAN50)) und bauten die Ausrüstung zusammen. Anschließend musste noch alles auf das Boot geladen werden. Als den Jungs der Tauchbasis auffiel, dass keiner von uns etwas zu essen dabei hatte (wir würden den ganzen Tag auf dem Meer verbringen) brachten sie kurzerhand noch einen Gaskocher, einen großen Topf und sehr viele Nudeln und Tomatensoße auf das Boot. Um 09:00 Uhr sind wir dann voller Vorfreude in See gestochen!

Bis zu unserem ersten Wrack, der Rosarol, einem Kreuzer aus dem 1. Weltkrieg, waren wir 1,5 Stunden unterwegs.

Tauchgang 1 – Rosarol

Wie vieler dieser Schiffe in der Umgebung von Krnica ist die Rosarol auf eine Mine aufgelaufen, in zwei Teile zerbrochen und gesunken.

Unser Ziel war es, das Heck des Wracks zu betauchen. Dort findet man noch die Steuerräder (3 Stück), direkt daneben zwei Maschinentelegraphen und etwas erhöht ein „Range Finder“. Dies ist eine Vorrichtung, mit der der Abstand zu Zielen bestimmt wurde, die beschossen werden sollten. Rich gab uns vor dem Abtauchen auch gleich die Aufgabe, diese Punkte anzutauchen und sie uns ausgiebigst zu begucken!

Der Abstieg dauerte – empfunden – sehr lange. Sich direkt an einer Shotline auf 45m fallen zu lassen ist schon sehr beeindruckend 🙂

Das Heckteil des Wracks war nicht sehr groß. Vielleicht 15 m lang – dann ging es direkt in den Teil über, an dem die Mine das Schiff zerrissen hat. Da ich noch nicht an allzu vielen Wracks getaucht bin, war das schon ein beeindruckender Tauchgang. Vor allem wenn man sich dann mal die Details wie die Steuerräder und die beiden Maschinentelegrafen näher betrachtet. Auch der „Range Finder“ war noch in sehr gutem Zustand. Zwar war alles bewachsen, aber man konnte z.B. die Glasscheiben noch sehen, durch die die Soldaten die Ziele anvisiert haben.

Nach 25 min beendeten wir dann den Tauchgang und stiegen der Shotline entlang nach oben. Wie wir es in den Tagen zuvor gelernt haben, sind wir auf 21 m auf unser Dekogas gewechselt uns haben die Deko nach Plan abgesessen. Durch ein wenig Strömung ab 15 m wurde es auch nicht ganz so langweilig, da wir uns in der Nähe der Leine halten mussten.

Oben angekommen ging es dann einer nach dem anderen zurück auf das Boot. Nach dem Ablegen der Flaschen, Kopfhaube und Handschuhen bekamen wir von der Crew jeder einen Thermobecher mit süßem Tee gereicht … was ein Service!!

Während der 2,5-stündigen Oberflächenpause bekamen wir ein lecker Essen serviert und verbrachten den Rest der Zeit mit Schlafen und ausruhen.

Tauchgang 2 – MTB

Der zweite Tauchgang war an einem MTB geplant. Diese MTBs waren die Gegenstücke der Alliierten zu den deutschen Schnellbooten. Diese waren besonders gut geeignet um in den Gewässern rund um Krnica zu operieren.

Da am Tauchplatz keine permanente Shotline angebracht war, hat die Bootscrew mit Hilfe von ein paar Bleigewichten, einem Halcyon Reel und einer Schwimmweste eine provisorische Shotline für uns installiert.

Der Abstieg verlief nicht ganz so sauber wie beim ersten Tauchgang. Daher haben wir etwas länger gebraucht, bis wir dann unten angekommen sind.

Vom Wrack selbst ist nicht mehr viel übrig. Es ist ebenfalls Opfer einer Mine geworden. Der hölzerne Rumpf hat schon ziemlich gelitten und durch etliche Fischernetze war zum Teil nur sehr wenig vom Wrack zu erkennen. Allerdings ragten die Kanonen noch sehr beeindruckend Richtung Wasseroberfläche. Da die Sicht auch nicht so berauschend war, war das Wrack dann doch eher unspektakulär. Aber ich denke man sollte ihm beim nächsten Besuch noch eine Chance geben, zumal das Trümmerfeld um das Wrack herum noch einiges zu bieten haben soll.

Der Aufstieg erfolgte dann im Freiwasser, was noch einmal eine andere Hausnummer war! Ohne Referenz aufzusteigen und den Tauchpartner und en Tiefenmesser im Blick zu haben, war dann doch wieder ein neues, interessantes Erlebnis. Aber die Tipps, die uns Rich zu Beginn des Kurses gegeben hat, konnten alle direkt bei diesem Tauchgang umgesetzt werden und waren wirklich sehr hilfreich. Auf 9 m haben wir dann noch eine Boje gesetzt, so dass uns das Boot leichter finden konnte und schon mal ungefähr wusste wo wir sind.

Bis wir dann wieder im Hafen waren, vergingen weitere 1,5 Stunden, die wir wieder dösend auf dem Boot verbrachten. Tauchen ist doch schon anstrengend 😉

Im Hafen hieß es dann Boot entladen, Flaschen zum Füllen bereit stellen und die Ausrüstung versorgen. Anschließend stand eine schnelle Dusche auf dem Programm. Zum Abendessen fuhren wir wieder ins das Restaurant „Luna“ im Nachbarort. Sehr zu empfehlen!

Für den kommenden, vorletzten Kurstag, hat Rich uns angekündigt, dass wir die letzten Theorieeinheiten besprechen werden und im Anschluss noch an unseren Rescue Skills arbeiten. Wir waren gespannt …

Kategorien:Kursbericht

GUE Tec 1 – Dritter Kurstag

16. Dezember 2012 Hinterlasse einen Kommentar
Unser Tauchboot für die kommenden Tage

Unser Tauchboot für die kommenden Tage

Auch der dritte Kurstag begann entspannt um 09:00 Uhr an der Tauchbasis. Wir begannen direkt damit unsere Ausrüstung zusammen zubauen und alles für den anstehenden Tauchgang vorzubereiten. Rich hatte uns am Vorabend schon „vorgewarnt“, dass der Schwerpunkt heute bei den Aufstiegen liegen wird.

Bevor wir aber ins Wasser durften, stand noch ein Field Drill an: Gas sharing auf Deko. Sprich einer von uns hat (aus welchem Grund auch immer) sein komplettes Deko-Gas verloren. In diesem Fall muss der Tauchpartner einspringen und mit Dekogas aushelfen. Wie genau das funktioniert, durften wir in der folgenden Stunde üben. Hierzu gab es an den „Anrödeltischen“ der Tauchbasis im Abstand von 1 m Markierungen mit 21 m, 18 m, 15 m, 12 m, 9  und 6 m. Unsere Übung begann dann bei 21 m. Wir hangelten uns dann mit einer Stageflasche Schritt für Schritt die einzelnen Dekostufen empor, bis wir bei 6 m ankamen. Zwischendrin musste immer Gas abgegeben werden und die Stopps dementsprechend angepasst.

Anschließend beluden wir dann das Boot mit jeweils einer D12 (EAN32) und einer 80 cuft Stage (EAN 50). Kurz vor dem Start bekamen wir von Rich noch eine kurze Einführung in das Tauchen von Booten aus. Wir gingen darauf ein, wann und wie das GUE EDGE angepasst werden kann, und wo welche Equipment-Checks erfolgen. Und dann ging es los.

Maurizio hat in Landnähe eine Shotline auf 30 m platziert, an der unsere Ab- und Aufstiege erfolgen sollten. Unsere Vorgaben für den Tauchgang waren, dass wir auf 30 m maximal 10 min Leine verlegen sollten und dass vor uns eine Boje die Oberfläche erreicht haben muss. Unter Wasser konnte natürlich wieder alles mögliche passieren … und so kam es dann auch!

1. Tauchgang

Beim ersten Abtauchen ist mir auf ca. 9 m aufgefallen, dass um Mike herum Leine im Wasser schwimmt. Wir haben den Abstieg unterbrochen und ich konnte feststellen, dass sich sein Reel ein Stück weit abgewickelt hatte. Also Reel kurz abgeclippt, Leine wieder aufgewickelt, und weiter ging es abwärts. Kleiner Nachteil war aber, dass wir schon 5 min auf der Uhr hatten , als wir auf 30 m ankamen. D.h. wir hatten nur noch 5 min Zeit Leine zu verlegen, bevor wir die maximale Zeit zum Umkehren erreicht hatten. Wir waren noch nicht ganz 5 min unterwegs und schon ging es wieder mit Valve Failures los. Sowohl bei Mike als auch bei mir…

Daher sind wir dann zurück zur Shotline und haben dort den Aufstieg eingeleitet. Auf 21 m wechselten wir auf das Dekogas und haben den Aufstieg in 3 m Schritten fortgesetzt. Die letzten 5 m sollten wir dann in 1 m Schritten zurück legen. Für den ersten Aufstieg aus der „Tiefe“ hat es ganz gut geklappt, wobei wir direkt darauf hingewiesen wurden, dass unser Aufstieg von 30 auf 21 m zu langsam war. Daher gleich wieder runter für den nächsten Versuch!

2. Tauchgang

Die Markierungen auf den "Anrödeltischen" an denen wir die Aufstiegsübungen durchgeführt haben

Die Markierungen auf den „Anrödeltischen“ an denen wir die Aufstiegsübungen durchgeführt haben

Da unser „Problem“ beim ersten Tauchgang auf 30 m so groß war, dass wir uns entscheiden hatten, das Reel einfach liegen zu lassen, konnten wir beim zweiten Tauchgang direkt dort mit Leineverlegen weitermachen, wo wir bei Tauchgang 1 aufgehört hatten. Und natürlich hat es bei uns wieder aus allen Ventilen und ersten Stufen geblubbert. Am Ende musste ich das Out-of-Gas-Zeichen geben, da beide Seiten defekt waren. Daher ging es an Mikes long hose zurück zur Shotline und ab nach oben. Auf 21 m wechselte dann ich als erster auf das Dekogas um den long hose wieder abgeben zu können. Der Tauchgang – und vor allem der Aufstieg – lief schon deutlich besser. Wir konnten beide besser die Tiefe halten, wodurch wir immer auf gleicher Höhe waren. Und auch der Tipp von Rich, einen „Deco Captain“ zu benennen, hat direkt gefruchtet!

3. Tauchgang

Nach einem kurzen Briefing an der Oberfläche, ging es direkt wieder runter auf 30 m. Dort sollten wir dann das Reel einsammeln, und es dieses Mal auf alle Fälle mit hoch bringen … egal was passieren sollte 😉

Natürlich gab es auf Tiefe wieder die obligatorischen Valve Failures. Das Neue an diesem Tauchgang war dann aber, dass mir auf 21 m, gerade als ich auf die Stageflasche wechseln wollte, der Deko-Regler kaputt ging! Dies bedeutete, dass wir uns Mikes Dekogas auf dem Weg nach oben brüderlich teilen mussten. Auf dem einen Stopp durfte ich Dekogas atmen, beim nächsten Mike, dann wieder ich, usw. Die 9 und 6 m Stopps haben wir verlängert um die Deko optimal anzupassen. Natürlich mussten wir auch bei diesem Tauchgang eine Boje setzen, was dann doch zu ein wenig Stress unter Wasser führte: Dekozeiten einhalten, Aufstiegsgeschwindigkeit kontrollieren, Gaswechsel korrekt ausführen, Boje bereit machen, Boje schießen …

Gefühlt fand ich den dritten Tauchgang ziemlich anstrengend, wobei unser Tauchlehrer doch sehr angetan war, was wir da so angestellt haben … so täuscht man sich, wenn man voll in Action ist 🙂

Das Boot hat uns dann zurück zur Basis gebracht, wo wir noch unsere Ausrüstung versorgt haben, und die Flaschen zum Füllen abgegeben haben. Was leckeres zu Mittag gab es natürlich auch wieder!

Da wir wirklich sehr gut in der Zeit lagen, was die Kursinhalte anging, haben wir uns dazu entschieden, am Nachmittag noch vier Stunden Theorie einzuschieben. Dazu trafen wir uns nach einer kleinen Pause wieder bei uns im Appartement. Um 21 Uhr lagen wir alle im Bett … der nächste Tag sollte spannend werden: Das erste Mal mit Trimix tauchen!

Kategorien:Kursbericht

GUE Tec 1 – Zweiter Kurstag

4. Dezember 2012 2 Kommentare
Stage-Wechsel Field Drill beim GUE Tec 1

Mike und Zsolt beim Üben des Stage-Wechsels

Der zweite Tag begann nach einem ausgiebigen Müsli-Frühstück um 09:00 Uhr an der Tauchbasis. Das Thema „Valve-Failures“, mit dem wir uns im Ansatz gestern schon beschäftigt hatten, wurde heute noch ein wenig intensiviert. Und die Stageflasche, die wir gestern beim Tauchgang zwar schon dabei hatten, aber noch nicht genutzt haben, sollte heute auch näher in den Fokus rücken.

Field Drills

Da es draußen noch ein wenig frisch war, haben wir es uns mit einer D12 auf einer Bank in der Tauchbasis gemütlich gemacht. Gestern hatten wir bei den „Valve Failures“ nur die Option, dass eine der ersten Stufen einen Defekt hat. Heute wurde dann auch noch die Brücke und die Flaschen-O-Ringe mit in die Übung einbezogen. Für uns war hier der Unterschied, dass wir uns zusätzlich zu der Seite, auf der wir dachten, dass es blubbert, auch noch die Brücke zudrehen mussten. Und wie gestern auch, musste man sich eigentlich nur kurz um seine Ventile kümmern … die Arbeit hatte dann der Tauchpartner: Aus welchem Automat atmet er? Wo blubbert es? Ist es die erste Stufe? Kann man es unter Wasser reparieren oder nicht? Jeder durfte dann vier Mal „verwundeter Taucher“ und „Helfer“ spielen.

Nach einer kurzen Pause kamen wir dann zu unserer Stageflasche. Gegenüber dem Fundamentals Kurs ist dies ja ein völlig neues Teil in der Konfiguration. Hier übten wir auch die genauen Schritte beim Wechsel vom Rückengas auf das Dekogas.

Da wir sehr gut in der Zeit lagen, gab es bereits um 11:30 Uhr leckeres Mittagessen von der Tauchbasis.

1. Tauchgang

Genau wie gestern ging es heute auch wieder an den Strandabschnitt für ein paar Übungstauchgänge. Da Rich gestern noch nicht 100%ig mit unseren Flossenschlägen zufrieden wir, durften wir zu Beginn beide noch einmal den Modified Frog- und den Modified Flutter-Kick üben. Im Anschluss noch den obligatorischen Valve- und S-Drill.

Zsolt hat uns dann den Wechsel vom Rückengas auf die Stageflasche demonstriert. Im Anschluss durften wir dann wechseln.

Neben der Aufgabe von gestern, alle 10 min unseren Druck zu kontrollieren, bekamen wir eine neue Aufgabe dazu: Bevor wir auftauchten, mussten wir eine Boje setzten. Wann und wo war egal. Die einzige Vorgabe war, dass die Boje vor uns an der Wasseroberfläche sein musste.

2. und 3. Tauchgang

Tauchausrüstung vorbereiten vor der Tauchbasis

Tauchausrüstung vorbereiten vor der Tauchbasis

Für den zweiten und dritten Tauchgang, durfte auch meine „Lieblingsaufgabe“ unter Wasser wieder erfüllt werden: Leine verlegen. Unsere Vorgabe war, dass wir von der Bojenleine aus, 10 Minuten lang Leine verlegen sollten. Allerdings haben wir die 10 min nicht erreicht. Vorher hat schon ein Ventil abgeblasen. Das heißt, anhalten, Ventil(e) zudrehen, und dem Partner signalisieren. Dieser musste dann entscheiden, ob der Tauchgang abgebrochen wird, oder nicht. Auf dem Rückweg hat es dann auch IMMER noch den zweiten Taucher erwischt 🙂 Falls einer von uns mal nicht 100% aufmerksam war und auf seinen Budddy geachtet hat, haben die Tauchlehrer sofort reagiert. Ich hatte eh schon eine defekte linke Seite, und dann fängt auch noch rechts an zu blubbern: Hier war dann die einzige Möglichkeit, dem Tauchpartner Out-of-Gas zu signalisieren.

Gut bei diesen Tauchgängen war immer zu wissen: Welche Ventile sind bei mir defekt (d.h. geschlossen) und welche bei meinem Tauchpartner!

Nach jedem Ventilproblem wurde die Situation kurz „eingefroren“. Das heißt, wir stoppten kurz, und einer der Tauchlehrer hat uns die Ventile wieder geöffnet. Das heißt, wir waren nie mit geschlossenen Ventilen unterwegs!

Aufstiege waren dann immer an der Bojenleine mit Wechsel auf die Stageflasche beim 6m Stopp. An der Oberfläche gab es eine kurze Besprechung und ab ging’s zum nächsten Tauchgang.

4. Tauchgang

Der vierte Tauchgang hat das Ganze dann auf die Spitze getrieben. Neben dem Leineverlegen standen wieder diverse Ventilfehler an. Am Ende waren bei mir wieder alle Ventile defekt, d.h. ich hatte meinen kompletten Gasvorrat verloren – daher hing ich am Long Hose von Mike. Das Reel haben wir in diesen Situationen immer zurück gelassen und sind der Leine entlang bis zur Boje getaucht.

Auf dem Rückweg entlang der Leine wurde mir dann angezeigt, dass ich meine Maske abgeben sollte. Dies habe ich auch getan und wurde dann in Richtung Leine geführt. Diese sollte ich greifen und mich zum Ausgang zurück tasten. Mike ging es ähnlich: Auch er durfte kurz nach mir seine Maske abgeben. D.h. ich hing bei ihm an der Gasversorgung, wir hatten beide keine Masken auf und haben uns dann ca. 3-4 Minuten entlang der Leine zurück zur Boje getastet! Das war mal eine sehr interessante Erfahrung. Kurz vor der Boje bekamen wir dann unsere Masken zurück. Der Aufstieg verlief mit Stagewechsel ohne Probleme.

Alles in allem waren wir wieder über vier Stunden im Wasser!

Theorie und Schwimmtest

Nach dem Versorgen der Ausrüstung gab es einen weiteren Theorieblock, den wir bearbeitet haben. Um 18 Uhr holte uns dann Maurizio für den Schwimmtest ab. Dazu fuhren wir knappe 30 Minuten durch die Nacht (ich glaube es war dann Pula – ich bin mir aber nicht sicher). Der Schwimmtest fand dann in einem Wellnessbereich eines 4* Hotels statt 🙂 Hin, umziehen, kurz warm duschen, Streckentauchen, die 375m schwimmen, duschen, umziehen und wir waren schon wieder fertig!

Den Abend haben wir dann in einem sehr leckeren Fischrestaurant ausklingen lassen. Wir waren alle überfressen und wollten nur noch ins Bett 😀

Vier weitere Tage standen noch auf dem Programm …

Kategorien:Kursbericht

GUE Tec 1 – Erster Kurstag

1. Dezember 2012 Hinterlasse einen Kommentar

Montag, 19.11.2012, erster Kurstag. Wir trafen uns um 09:00 Uhr in unserem Appartement für eine kurze Vorstellungsrunde und den ersten Theorieblock. Neben meinem „Mitschüler“ Mike S. und unserem GUE-Tauchlehrer Rich Walker war auch noch ein Intern aus Ungarn dabei, Zsolt. Interns sind Tauchlehreranwärter, die sich in Ausbildung befinden, in unserem Fall als Tec 1 Tauchlehrer.

Wie jeder GUE-Kurs begann auch der Tec 1 mit einer kurzen Einführung, was ist GUE und welche Ausbildungsrichtungen gibt es? Neben dem Tec-Programm hat uns Rich noch einmal die Rec-Kurse ein wenig näher gebracht. Auch der Hinweis auf das Project Baseline und die GUE-Mitgliedschaft durfte nicht fehlen.

Field Drills

Da es im November in Kroatien bereits um 17:00 stockdunkel ist, haben wir den Ablauf des Kurses ein wenig umgestellt, und direkt mit den ersten beiden Field Drills losgelegt. Field Drills sind Trockenübungen, die zu einem bestimmten Thema erst einmal an Land stattfinden.

Dazu fuhren wir die 2,5 km bis zur Tauchbasis, wo wir dann auf dem Vorplatz eine 1-stündige Einführung in das Leineverlegen mit einem Reel bekommen haben. Anschließend folgte direkt der zweite Field Drill zu einfachen Ventilfehlern. Am ersten Tag würden uns nur die ersten Stufen abblubbern – diese wären dann entweder unter Wasser reparierbar oder nicht.

Zum Mittagessen wurden wir von der Tauchbasis mit einer leckeren Nudelpfanne versorgt, die eine gute Grundlage für den anstehenden Tauchgang geliefert hat.

Nach der obligatorischen Überprüfung der Taucherausrüstung durch unsere beiden Instructoren, ging es dann zum „Strand“ von wo aus der erste Tauchgang statt finden sollte.

Tauchgang Nr. 1

Der erste Tauchgang diente dazu unseren Kenntnisstand aus dem Fundi zu überprüfen. Entlang eines Leinenabschnittes durften wir nacheinander alle Flossenschläge demonstrieren, gefolgt von rückwärts schwimmen und dem Helicopter-Turn.

Nachdem das alles gut geklappt hatte, durften wir noch einen Valve-Drill und einen S-Drill demonstrieren.

Tauchgang Nr. 2 bis Nr. 4

Im Folgenden waren wir pro Tauchgang zwischen 30 und 40 min unter Wasser. Neben einer allgemeinen Aufgabe, alle 10 min unseren Flaschendruck zu kontrollieren, wurden pro Tauchgang mehr und mehr Aufgaben gestellt. Begonnen hat jeder Tauchgang damit, dass einer von uns beiden mit dem Reel Leine verlegen durfte.

Wie bereits im Trockenen geübt, sind dann nach und nach die Ventile „kaputt“ gegangen. Sprich man hat sich die entsprechende Seite selbst zugedreht, seinem Partner signalisiert, dass es blubbert, und dieser hat sich dann um das Problem gekümmert. Entweder konnte die defekte erste Stufe repariert werden oder nicht.

Zwischendurch mussten wir noch die Maske abgeben und auf die Backup-Maske wechseln. Beim letzten Tauchgang gingen bei Mike dann beide Ventile kaputt, sodass er beim Aufstieg an meinem Long Hose hing.

Alles in allem waren wir an diesem ersten Tag fast vier Stunden im Wasser.

Nach einer schnellen Dusche und einer zweiten Theorieeinheit zu Gas Management, sind wir vier noch in die Pizzeria Luna im Nachbarort eingekehrt.

Ein gelungener Start in den ersten Tag!

Kategorien:Kursbericht